Naturbetrachtungen

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Ein Gastbeitrag unserer Gründungslehrerin Veronika Brugger

Ich bin immer wieder froh, dass alle unsere Waldorf-Schulkinder und Jugendlichen in so einem grünen Umfeld zur Schule gehen können. Und ich bin dankbar um jedes Schulkind und alle Jugendlichen, die hier zur Schule gehen.

Wie viele Reichtümer so nebenher eingesammelt werden können, wenn man aufmerksam ist! Beobachtbar sind Wildtauben, Krähen, Elstern, Amseln, verschiedene Finkenarten, die Singdrossel, Kohl- und Blaumeise, Tannenmeise und Kleiber, Spechte, Mehlschwalben und Mauersegler, Rotschwänzchen, Bachstelzen und die singfreudige Mönchsgrasmücke nicht zu vergessen und die Lerchen am Himmel hängend, Falken, Bussarde, den Rotmilan sehen und / oder hören, und wenn man Glück hat, Waldohreulen. Und treu seit Jahr die Goldammer mit ihrem melancholischen Ruf: „zizizizizüh“, meist in die mittägliche Ruhe hinein.

Und im wilden Bewuchs lässt sich aus Wildblumen manch hübsches Sträußchen pflücken. Und für die großen „Erster- Schultag-neues-Schuljahr-Empfangssträuße“ kann ebenfalls einiges gefunden werden: Goldrute, Rainfarn, Schafgarbe, Prachtwicke, Grünes sowieso. Nur für Rotes und Blaues im Steck habe ich mir Blumen aus umliegenden Geräten erbeten: Dahlien und Cosmea. Das leuchtend violett blühende kleinblütige Weidenröschen fand ich an Bachrändern außerhalb des Schulgeländes.

Und an Insekten zu sehen sind natürlich Bienen, die auf dem Gelände gehalten werden – auch da besten Dank – Hummeln, Wespen, vielerlei Fliegenarten. Die Schmetterlingswelt ist im Frühjahr durch den Zitronenfalter vertreten und durch Kohlweißlinge. Das Tagpfauenauge ist da und das Taubenschwänzchen. Andere große Falter sieht man nur, wenn man sich Zeit lässt und auf dem Grundstück herumstreunt. Dazwischen melden sich die beiden Esel lautstark zu Wort, das Glöckchen des Leittieres der kleinen Schafherde bimmelt leise und friedlich durch den Tag.

Und die vielen bunten Blumen soll niemand vergessen, die vor unseren Schulhäusern wachsen und sich im Laufe einer Wachstumszeit entwickeln und entfalten.

Und sogar Baumfäll-Arbeiten sind hier erlebbar, deren Ergebnis machen Ofen im Winter wärmt. Auch, wie unser Waldstück unter fachmännischer Försterbetreuung und -beratung in Ordnung gehalten und weiter gepflegt wird.

Vorgänge, die so langsam sich aufbauen, dass man ein paar Jahre braucht, bis auffällt, was sich da an Vielfalt in die Höhe streckt und an manchen Stellen urwald-dichtes Geheck annimmt. Schutz für Tier-, Insekten- und Pflanzenvielfalt. Interessantes zum Beobachten, Hören und Riechen, Fühlen und Streicheln an all dem Schönen rund um unsere Schulhäuser herum.

Allen, die da tätig sind, diese Schulwelt und Schulzeit für unsere Schulkinder und Jugendlichen zu gestalten, zu formen, zu pflegen, sei hiermit herzlich gedankt.

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